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Land unter Beobachtung

Aserbaidschan

Lnd unter Beobachtung: Aserbaidschan

 

Die Triebkräfte hinter der Christenverfolgung in Aserbaidschan, das einen christlichen Bevölkerungsanteil von 3,2% hat, sind „Diktatorische Paranoia“ und in geringerem Maß „Islamische Unterdrückung“. Das Regime Aserbaidschans geht in seiner Verfolgung von Christen sehr intelligent vor. Einige Pastoren wurden für den Zeitraum einer Woche inhaftiert und dann freigelassen. Daraufhin herrschte die generelle Überzeugung, dass die Pastoren während ihrer Haft Dinge verraten hätten, wodurch sie das Vertrauen verloren. Die meisten Kirchen werden unterlaufen und überall gibt es Informanten, weshalb Christen nicht mehr wissen, wem sie überhaupt noch vertrauen können. Dies spiegelt sich auch darin wider, dass Verfolgung häufig nicht berichtet wird: Aus Angst davor, verhaftet zu werden, sprechen Christen nicht offen darüber, was auch der Hauptgrund für den diesjährigen Rückgang der Punktzahl ist. Außerdem müssen die Kirchen ihre Registrierung alle 6 bis 7 Jahre erneuern lassen. Es ist wohl kein Zufall, dass die Zahl der Kirchen, denen es gelingt, erneut registriert zu werden, nach und nach sinkt. Während des letzten Durchlaufs mussten alle Kirchen und religiösen Gruppen ihre Registrierung bis zum 1. Januar 2010 erneuern, doch seit diesem Zeitpunkt waren keine weiteren Registrierungen möglich. Es scheint, Aserbaidschan hat eine probate Methode gefunden, um Kirchen loszuwerden.

Der Staat überwacht alle religiösen Aktivitäten, und im Besonderen jene nicht registrierter Gruppen. Während sich die registrierten Kirchen in ihren Gebäuden treffen können, brauchen sie eine spezielle Genehmigung, um Veranstaltungen im Freien durchzuführen. Jugendarbeit ist stark eingeschränkt und alle christlichen Materialien müssen vorab vom Komitee für religiöse Angelegenheiten freigegeben werden. In der Praxis bedeutet dies, dass jeglicher Import, Druck und die Verteilung christlicher Materialien blockiert werden. Es gibt keine Ausbildungszentren für Christen. Die Medien sind unter staatlicher Kontrolle und daher nicht für christliche Inhalte empfänglich. Christen können sich allerdings zu einem gewissen Maß in der Sozialarbeit engagieren, z.B. in Gefängnissen, wo es in der Regel auch eine Kapelle gibt. Es ist ein strafbares Vergehen, religiöse Literatur in das Land einzuführen. Ausländern ist es gesetzlich verboten, im Land zu predigen.

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