Gwinea

ŚIP
2017
ISO
GN

Land unter Beobachtung

Guinea

Land unter Beobachtung: Guinea

 

Die Kirche Guineas, dessen christlicher Bevölkerungsanteil 3,5% beträgt, besteht hauptsächlich aus Christen muslimischer Herkunft. Die Haupttriebkraft der Christenverfolgung ist „Islamische Unterdrückung“, während „Ethnisch begründete Anfeindungen“ und „Konfessioneller Protektionismus“ in geringerem Maß ebenfalls präsent sind. Am stärksten ist die Verfolgung in den Bereichen „Privatleben“, „Familienleben“ und „gesellschaftliches Leben“. In den Bereichen „kirchliches Leben“ und „Leben im Staat“ ist Verfolgung zwar geringer ausgeprägt, aber dennoch beträchtlich. Unter der Führung von Präsident Alpha Condé zeigt der Staat ein gewisses Maß an Akzeptanz gegenüber Christen. Und auch die staatliche Behörde für religiöse Angelegenheiten legt eine gewisse Sensibilität für die Rechte von Christen an den Tag. Beispielsweise erklärte sich die Behörde bereit, eine Vereinbarung für staatliche Unterstützung für christliche Pilgerreisen nach Jerusalem auszuhandeln.

Extremistische islamische Gruppen sind in Guinea nicht besonders aktiv und die Regierung versucht, das Risiko, das sie für Christen und die Gesamtbevölkerung darstellen, einzudämmen. Im Berichtszeitraum des WVI 2017 kam es zu keiner Gewalt größeren Ausmaßes gegen Christen. Die Hauptsorge der Christen in Guinea in der nahen Zukunft ist der wachsende Einfluss extremistischer Auslegungen des Islam, die die Christenverfolgung in der ganzen westafrikanischen Region vorantreiben. Unter dem Einfluss solcher extremistischer Lehren entwickeln viele Familien und Gemeinschaften eine intolerantere Haltung gegenüber Christen, was besonders Christen muslimischer Herkunft das Leben äußerst schwer macht. Die Radikalisierung der Gesellschaft wird sich früher oder später auch in den Einstellungen und Handlungen der Regierung widerspiegeln sowie in dem zunehmend feindlichen Umfeld, in dem sich die lokalen Kirchen befinden.

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